Das Reych „Zu den Gyssen“ stiftet als Einrittsorden den Schlammbeiser-Ritterorden

 

Schlambeiser Schild Der langjährige, inzwischen in Ahall eingerittene Kantzler des Reyches „Zu den Gyssen“, Ritter Ter-Lahn die Bergdohle, hat vor 25 Jahrungen in Erinnerungen an diese Gießener Traditionsfigur einen aus Holz und Draht selbst gefechsten Ahnen, einen stilisierten Schlammbeiser, gestiftet.  

Zur Erinnerung an Gießener Traditionen, der Förderung der schlaraffischen Freundschaft, in Sunderheit der Eynrittsfreude in unser Reych, stiftet das Reych „Zu den Gyssen“ den Schlammbeiser-Ritterorden als Einrittsorden in Form eines Ärmelschildes.

 

 „SchlaSchlammbeiser Figurmmbeiser“ ist der Spitzname für alteingesessene Gießener Bürger. Der Name entstand, als es in der Stadt noch keine Kanalisation gab und bezog sich auf die in diesem Bereich  tätigen historischen Gießener Arbeiter.  

Gießen - oder „Zu den Giezzen“ (= „Zu den Güssen“), wie es erstmals 1197 urkundlich erwähnt wurde - war in dem feuchten Mündungsgebiet der Wieseck in die Lahn gegründet worden. Daher rührt der Volksspruch: „Wolltest Du einst gen Gießen reisen, musstest Du durch den Schlamm Dich beißen. Darum nannten Volk und Kaiser alle Gießener Schlammbeiser.“

Eine bronzene Standfigur des historischen Gießener Schlammbeisers wurde im November 2005 zwischen Marktplatz und Kirchplatz aufgestellt.

 

 

Für die Verleihung des Ordens ergeht folgende Satzung:

  • § 1
    Titul (Rang) mit Urkundt und Schild kann jedem Ritter im Uhuversum verliehen werden, mit Ausnahme der Sassen des Reyches „Zu den Gyssen“. Auf dem Schild ist die Traditionsfigur des Schlammbeisers abgebildet und es trägt die Aufschrift „Schlammbeiser“.
    Einreiter aus dem Sprengel 9 erwerben den Titul durch sechs Einritte in einer Winterung. Einreiter aus Reychen außerhalb des Sprengels 9 erwerben den Titul durch drei Einritte in einer Winterung. Für mögliche Wiederholungen der o.a. Einritte innerhalb einer der folgenden Winterungen wird das Schild um einen  Aufnäher mit einem Rang ergänzt.
  • § 2
    Das Reych „Zu den Gyssen“ ernennt einen eigenen Sassen für drei Jahre zum Schlammbeiser-Ordenskomtur. Der Ordenskomtur führt die Matrikelliste der Schlammbeiser-Ritter und hält regelmäßigen Kontakt zu Ihnen. Er lädt zum alljährlichen Fest der Schlammbeiser-Ritter ein.
    Der Ordenskomtur trägt während seiner Ambtszeit den historischen Schlammbeiser-Orden, der dem Reych aus der Zeit vor der Uhufinsternis überkommen ist.
    Nach Ablauf seiner Ambtszeit trägt er das Ärmelschild mit dem Aufnäher „Ordenskomtur i.R.“ und führt für alle Zeit selbigen Titul.
  • § 3
    Junker und Knappen erhalten nach Erfüllung der Vorgaben einen Anrechtschein, der nach dem Ritterschlag gegen den Orden eingetauscht werden kann, woraufhin dann der Titul in der Stammrolle eingetragen wird.
  • § 4
    In jeder Winterung findet im Rahmen einer Sippung ein Schlammbeiser-Ritterfest statt, zu welchem Fechsungen von der historischen Zeit vorgetragen, der Orden verliehen wird und anstehende Beförderungen ausgesprochen werden.
  • § 5
    Nach der Erfüllung der Voraussetzungen für einen Schlammbeiser-Rang erfolgt eine Beförderung in der Sippung des Schlammbeiser-Ritterfestes.
    Die Ränge des Schlammbeiser-Ritterordens sind:
    Schlammbeiser Helfer
    Schlammbeiser Lehrling
    Schlammbeiser Geselle
    Schlammbeiser Obergeselle
    Schlammbeiser Altgeselle
    Schlammbeiser Meister
    Schlammbeiser Obermeister
    Schlammbeiser Ordens-Ritter
    Schlammbeiser Ordens-Ritter mit einem Stern

    Bei weiteren Wiederholungen:
    Schlammbeiser Ordens-Ritter mit mehreren [ > 1 + n ] Sternen
    Ein Steigerungstitul ersetzt den bis dahin verliehenen Titul in der Stammrolle und den Rang-Aufnäher auf der Rüstung
  • § 6
    Der Orden ist taxfrei; eine Spende für das Reych wird erwartet. Für den Erwerb des Ordens gelten alle Einritte ab der Winterung 159/160.

Statuten zum Herunterladen